



"Unglaublich, einfach gewaltig, ich kann`s kaum glauben", freute sich der 21-jährige Finkenberger Florian Salhofer als ihm in der O2-Arena in London der Titel "Weltmeister der Metallbauer" verliehen wurde. Vier Tage lang kämpften 1.000 junge Menschen aus 50 Nationen während der vier Wettbewerbstage von knapp 200.000 Zuschauern um die begehrten Trophäen der unterschiedlichsten Berufssparten.
Und es hat sich gelohnt. Nachdem Florian vom Lehrbetrieb Metallbau Erich Trinkl mit Sitz in Mayrhofen und Fügen die Österreichische Meisterschaft der Stahlschlosser für sich entscheiden konnte, galt sein Augenmerk ganz den WorldSkills in London. "Ein halbes Jahr lang habe ich mich jeden Tag am Abend drei bis vier Stunden sowie am Wochenende auf die Weltmeisterschaft vorbereitet" berichtet Florian.
Die ungefähre Aufgabenstellung wurde ihm bereits einige Monate vorher übermittelt. Der Turm der Tower Bridge galt es detailgetreu nachzubauen. Mehrfach hatte er während der Vorbereitungszeit den Turm zu Übungszwecken gebaut und diverse Teile immer wieder geübt und an Verbesserungen gefeilt. Darüber hinaus absolvierte Florian Salhofer ca. 120 Unterrichtsstunden in Englisch, Stressbewältigung, Teamtrainingssitzungen, mentaler Vorbereitung sowie div. Pressetermine in ganz Österreich. "Diese intensive Vorbereitung war natürlich nur durch die Unterstützung meines Chefs Erich Trinkl und des ganzen Teams möglich", weiß der junge Weltmeister zu berichten, dem das Rüstzeug und die Basis für diesen Erfolg in seinem Lehrbetrieb Metallbau Erich Trinkl gelegt wurde.
Gleich zwei mal flog Chef Erich Trinkl während des Wettkampfs nach London um "seinen Lehrling anzufeuern" und um sich über den Stand der Dinge zu informieren. "Es war schon eine beeindruckende Kulisse und eine unheimliche Energie in dieser Halle" schwärmt Metallbauer Erich Trinkl noch heute über diesen Event und ergänzt sichtlich stolz. "Florian hat sich den Titel verdient. Er lag lange Zeit hinter einem koreanischen Teilnehmer am zweiten Platz. Wie es dann aber um die sprichwörtliche "Wurst" gegangen ist, konnte er nochmals zulegen und seine ganze Klasse ausspielen".
Nach seinem Erfolg wurde Florian Salhofer bereits am Flughafen Innsbruck von seiner Familie, Freunden, Vertretern der Wirtschaftskammer und seinen Chefleuten herzlich willkommen geheißen. Auch die politische Prominenz aus Tirol und dem Zillertal, allen voran Landeshauptmann Platter, hat ihr Kommen zu einem separaten Empfang im Zillertal angekündigt.